Unweit unseres Campingplatzes befand sich auch die ursprüngliche Stätte der Kathedrale, wovon heute einige Ruinen zeugen. Auch das mussten wir uns ansehen, bevor es zu einem weiteren echten Highlight ging.
Das Old Sarum Castle ist eine aus der Eisenzeit stammende Festung, die wie viele andere Burgen aus dieser Zeit immer mal wieder zerstört und aufgebaut wurde. Auch hier sind bestenfalls noch Grundmauern zu erkennen, aus denen man die ursprüngliche Größe ableiten kann. Wie schon erwähnt gab es hier oben auf dem Berg nur schwerlich Wasser, welches aus einem Brunnen mit über 100 Meter Tiefe gefördert wurde, was irgendwie nicht immer funktionierte.
Nach den Ruinen fuhren wir zu unserem nächsten Nachtplatz. Wie schon zuvor wimmelte es hier nur so von Deutschen und unser Nachbar stellte sich als echter Ossi heraus.
Mit dem Qek war der Erzgebirger bereits mehrmals in Schottland, wobei ein Westauto als Zugmittel diente. Dieses Jahr hatte er nur wenig Zeit und begnügte sich mit dem südlichen England. Der Austausch mit dem Pärchen war von guter Natur - weil man vieles gleich erlebt hatte.
Auf unser nächstes Ziel freute ich mich ganz besonders. Nachdem wir in den letzten Jahren schon einige Steinkreise (u.a. 2022 Ales Stenar in Schweden, 2025 Dodekalitten in Dänemark) gesehen haben, sollte es nun das Original sein. Stonehenge!
Dieser Steinkreis ist etwas ganz besonderes. Man sieht es ihm nur nicht an. Diese übergroßen Steine wurden aus hunderten Kilometern Entfernung aus Wales hierher gebracht, wobei niemand weiß, wie das vor 5.000 Jahren angestellt wurde. Nachweislich gibt es diese Steine jedoch nur in Wales.
Besonders ist auch das Konzept der Besichtigung. Man wird zuerst auf einen kostenpflichtigen und etwas abgelegenen Parkplatz gelockt und wird dann gegen 27 Pfund mit einem Bus zu dem Steinkreis gefahren. Man kann die 2 Kilometer auch zu Fuß gehen, was aber auch 27 Pfund kostet. Dafür kommt man dann relativ nahe an die Steine heran.
Wir haben es etwas anders gemacht und sind einen halbillegalen Feldweg gefahren, wo wir den Edgar parken konnten. Von dort waren es nur wenige Schritte, wobei wir ungefähr 27 Meter weiter entfernt als die Zahlenden von den Steinen waren. Der frühe Vogel ... ist schon vor allen anderen Touristen da und hat so einen fast ungestörten Blick. Für uns war das ein sehr, sehr schönes und vor allem kostenloses Erlebnis.
Weil Steinkreise gerade so inn sind, fuhren gleich weiter nach Avebury. Dort gibt es auch einen besonderen Steinkreis: den größten seiner Art.
Mit einem Durchmesser von etwa 1 Kilometer dauert es etwas länger, bevor man jeden Stein (leider fehlen ein paar Steine, die man als Baumaterial gebraucht hat ...) gesehen hat. Eigentlich ist dieser Steinkreis viel schöner als der in Stonehenge, nur weiß das kaum jemand. Wir haben den Tipp von einem Engländer bekommen und sind dankbar dafür.
Nach den Steinen fuhren wir noch etwa 100 km in Richtung London um dort auf einer Farm-Site zu übernachten.
Das war ein guter Startplatz für unser letztes Highlight dieser Reise.
"Wer sein Auto zu wichtig nimmt, macht es zum Laster." - Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger